Über uns

Entknoten ist ein Projekt des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V.

Bei uns können Sie über Ihre Erfahrungen sprechen und sich über Ihre Rechte aufklären lassen. Gemeinsam überlegen wir mögliche Wege, um mit der Diskriminierung umzugehen.

Das können wir für Sie tun:

  • Wir hören Ihnen zu und bieten einen geschützten Raum für ein Gespräch
  • Wir klären Sie über die Rechtslage auf
  • Wir schreiben einen Beschwerdebrief oder helfen Ihnen dabei ihn selbst zu verfassen
  • Wir übernehmen Recherchen für Sie
  • Wir führen Vermittlungsgespräche fzwischen Ihnen und der Stelle/Person, welche Sie diskriminiert hat
  • Wir vermitteln bei Bedarf juristischer Unterstützung
  • Wir können Gruppenberatungen begleiten

Projektkonzept

Unsere Beratungsstellen sind an den Standorten Halle (Saale), Magdeburg und Dessau. Personen, die von rassistischer Diskriminierung betroffen sind, können im Rahmen des Beratungsprozesses die nötige Unterstützung finden. Das Ziel ist es, dass die Betroffenen die Diskriminierung nicht weiter hinnehmen müssen und von ihrem Recht auf Gleichberechtigung und Teilhabe gebrauch machen. Als eine Konsequenz von Diskriminierungserfahrungen erleben sich Betroffene häufig als machtlos und verletzlich. Empowerment ist deshalb ein zentraler Grundsatz qualifizierter Beratung. Zudem soll die Verantwortungsübernahme diskriminierender Personen und Institutionen eingefordert werden. Die Berater*innen übernehmen bspw. Nachfragen und Recherchen, schreiben Beschwerdebriefe, begleiten Ratsuchende zu (Vermittlungs-)Gesprächen oder unterstützen bei rechtlichen Schritten. Ausschlaggebend sind die Anliegen der ratsuchenden Personen, ohne deren Einverständnis keine Intervention stattfindet.

Die Beratung ist persönlich, vertraulich und findet auf Wunsch anonym statt.

Bei Bedarf können Fahrtkosten übernommen und Sprachmittlungen organisiert werden.

Ergänzend zu diesem Beratungsangebot wird ein Kooperationsnetzwerk von Erst- und Verweisberatungsstellen gepflegt.

Durch regelmäßige anonyme Berichterstattung dokumentierter Fälle soll zudem die Öffentlichkeit nachhaltig sensibilisiert werden. Das Projektteam nimmt regelmäßig an Gremien und Netzwerksitzungen teil, um auch in diesem Rahmen für das Themenfeld zu sensibilisieren und entsprechenden Bedarf frühzeitig zu erkennen.

Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e. V.

Die Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt haben sich am 15. November 2008 in Dessau-Rosslau in einem „Landesnetzwerk Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt“ (LAMSA) zusammengeschlossen und am 22. März 2014 in Magdeburg einen Verein gegründet.

LAMSA e.V. vertritt die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Bevölkerung mit Migrationsgeschichte auf Landesebene. Es versteht sich als deren Fürsprecher und steht gegenüber der Landesregierung, allen migrationspolitisch relevanten Verbänden, Institutionen und weiteren Migrant*innenorganisationen in anderen Bundesländern als Ansprechpartner zur Verfügung.

Das LAMSA möchte einen Beitrag zur nachhaltigen Förderung der Integration von Migrant*innen in Sachsen-Anhalt leisten.

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