ENTKNOTEN – Beratungsstelle gegen Alltagsrassismus und Diskriminierung

Sie können sich gegen Diskriminierung wehren!

  • Ihnen wird eine Wohnung nicht vermietet?
  • Ihre Bewerbung wird nicht berücksichtigt?
  • Mitarbeiter*innen von Behörden sind unfair?
  • Sie werden respektlos behandelt?
  • Sie werden in Geschäften/Banken nicht bedient?

Wenn Sie aufgrund Ihrer Herkunft, Nationalität oder Religion schlechter behandelt werden, dann ist das Diskriminierung.

Diskriminierung ist verboten. Sie haben Rechte und können sich wehren.

Wir unterstützen Sie!

Wir hören Ihnen zu. Wenn Sie es wünschen, suchen wir gemeinsam mit Ihnen nach Lösungen und begleiten Sie bei allen Schritten. Wir…

  • übernehmen Nachfragen und Recherchen
  • schreiben Beschwerdebriefe
  • begleiten Sie zu Gesprächen
  • unterstützen Sie bei rechtlichen Schritten
  • machen Diskriminierung öffentlich

Wir beraten Sie persönlich, vertraulich und kostenlos. Auf Wunsch auch anonym. Wir arbeiten unabhängig und machen nichts ohne Ihre Zustimmung. Bei Bedarf übernehmen wir Fahrtkosten und organisieren Sprachmittlungen.

Hier können Sie sich erste Informationen holen, uns kontaktieren für eine Beratung oder auch nur einen Diskriminierungs-Fall melden.

Ihr ENTKNOTEN-Team

Besuch einer Ausstellung: Rassismus – Die Erfindung von Menschenrassen

Foto Ausstellung mit Besucherin

Rassismus – Die Erfindung von Menschenrassen“ ist eine Sonderausstellung im Deutschen Hygiene Museum Dresden. Die Ausstellung zeigt den Zusammenhang zwischen der menschenfeindlichen Ideologie Rassismus und dem Wort „Rasse“. Es werden die Geschichte und die Methoden rassistischen Denkens gezeigt und analysiert. Die Ausstellung benutzt viele anschauliche Objekte, Beispiele, Bilder und Medien. Beim Gestalten des Museums halfen Menschen mit rassistischen Erfahrungen, was sich durch kritische Zitate in der Ausstellung widerspiegelt.

Entknoten lädt zu einer gemeinsamen Fahrt nach Dresden ein, um die Ausstellung zu besuchen. Neben einer Führung durch die Ausstellung bleibt noch genügend Zeit, diese eigenständig zu erkunden.

Die Führung ist in deutscher Sprache. Übersetzung in englischer Sprache ist möglich. Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist auf 15 Plätze begrenzt.

Ort: Dresden (Deutsches Hygiene Museum)

Datum: Samstag, 08.12.2018

Abfahrt: Halle (Saale) Hbf, 09:13 Uhr

Rückkehr:Halle (Saale) Hbf, 18:40 Uhr

Kosten: Fahrtkosten, Eintritt und Führung werden von uns bezahlt. Für Verpflegung bitten wir selber zu sorgen. Im Museum gibt es ein Café/Restaurant.

Kontakt für Rückfragen:

Keywan Tonekaboni

Telefon:  0391 – 990 59 79 3

E-Mail: keywan.tonekaboni@lamsa.de

Anmeldungen bitte per E-Mail an fsj@lamsa.de oder per Online-Formular.
Die Anmeldungen bitte bis Freitag, 30. November 2018 zusenden.

Flyer und Anmeldebogen als PDF zum Download

Foto: Oliver Killig

Anmeldung

Ich wünsche eine Übersetzung in die englische Sprache. / I prefer a translation in English for the guided tour.

Datenschutzhinweis: Die Daten werden zur Planung und Durchführung der Veranstaltung erhoben. Nach Abschluss des Projekts senden wir dem Fördergeldgeber die während der Maßnahme geführte und von Ihnen unterschriebene Teilnehmer*innenliste zu, auf der Ihre personenbezogenen Daten – Name, Vorname, Alter, aufgeführt sind und sich Ihre Unterschrift befindet. Aufbewahrungsfrist für diese Unterlagen beträgt 5 Kalenderjahre nach Abschluss der Verwendungsnachweisprüfung. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus diesem Formular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden.

Pressemitteilung zu Rassismus-Erfahrungen

Rassismus-Erfahrungen ernst nehmen

Diese Pressemitteilung wurde vom LAMSA e.V., Träger des Projekts Entknoten, am 30.07.2018 veröffentlicht.

Berichte von Betroffenen über Rassismus und Diskriminierung werden oft kleingeredet

Halle (Saale), 30. Juli 2018

Unter dem Hashtag #MeTwo teilen aktuell tausende twitter-User ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus und Diskriminierung. Die geschilderten Ereignisse geben einen Einblick darüber, womit Migrant*innen und Migranten, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen die in Deutschland geboren sind, aber rein phänotypisch nicht als zugehörig gelesen werden, täglich konfrontiert sind.

„Dass sich so viele Betroffene zu Wort melden verdeutlicht, dass es bisher keine Selbstverständlichkeit war, über Diskriminierungserfahrungen zu sprechen“, betont Mamad Mohamad, Geschäftsführer des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA). Oftmals wird ihnen eine falsche Wahrnehmung oder Humorlosigkeit unterstellt oder gar das Recht abgesprochen, überhaupt Kritik üben zu dürfen. Zudem werden rassistische Vorfälle als privater Streit oder übertriebene persönliche Befindlichkeit verharmlost, statt diese als Diskriminierung anzuerkennen. Durch die Verharmlosung wird Betroffenen das Recht abgesprochen, gegen erlebte Diskriminierung vorzugehen.

LAMSA beobachtet dieses Phänomen regelmäßig unter anderem im Projekt ENTKNOTEN, der Beratungsstelle gegen Alltagrassismus und Diskriminierung. Die Ratsuchenden, welche ENTKNOTEN aufsuchen, kommen in der Regel, weil sie Ausgrenzungen erleben, z. B. auf dem Wohnungs- oder Arbeitsmarkt. Sie berichten dann meist auch von rassistischen Beleidigungen und Angriffen im Alltag. Jeder diskriminierende Spruch, jede Ausgrenzung bewirkt eine Mikroaggression, die im Laufe der Zeit für Betroffene immer schwerwiegender werden kann und sich sowohl psychisch als auch physisch, bspw. mit körperlicher Erschöpfung, zeigt.

ENTKNOTEN möchte Betroffene unterstützen, sich gegen Diskriminierung zu wehren. Deshalb finden neben der persönlichen Einzelfallberatung im Rahmen des Projektes regelmäßig Empowerment-Workshops statt. Diese bieten Betroffenen zudem die Möglichkeit, sich im geschützten Rahmen über ihre Erfahrungen auszutauschen.

Geplante Workshops:

18., 25. und 26. August 2018 – Redaktionsworkshop Diskriminierung (mit fjp>media)
08. und 09. September 2018 – Theaterworkshop Postmigrantisches Theater (Ich – Wir – Die.)
15./16. September 2018 – Empowerment-Workshop für Frauen mit Rassismuserfahrungen

Über das LAMSA:

Das Landesnetzwerk (LAMSA) wurde im Jahr 2008 gegründet und vertritt seither die politischen, wirtschaftlichen und sozialen, sowie kulturellen Interessen der Menschen mit Migrationshintergrund auf Landesebene. Es versteht sich als deren Fürsprecher und steht gegenüber der Landesregierung, allen migrationspolitisch relevanten Verbänden, Institutionen und weiteren Migrantenorganisationen in anderen Bundesländern als Ansprechpartner zur Verfügung. Im März 2014 gründete LAMSA einen gemeinnützigen Verein. Derzeit sind 97 Organisationen und Einzelpersonen unterschiedlicher Herkunft, kultureller Prägung sowie religiöser Zugehörigkeit im LAMSA vertreten.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.

Kontakt:

Herr Mamad Mohamad

Geschäftsführer des LAMSA e.V.

Tel.: (0345) 171 94 051 | Mobil: 0176 444 089 69

E-Mail: mamad.mohamad@lamsa.de | Web: www.lamsa.de

www.alltagsrassismus-entknoten.de

Hier finden Sie die PDF.

Empowerment-Training für Frauen* mit Rassismus­erfahrungen

Schwarze Frau erhebt ZeigefingerDer Workshop soll Frauen* mit Rassismus­erfahrungen einen „safer space“ bieten, in welchem ein Austausch darüber möglich ist, inwieweit Rassismus­(erfahrungen) die Teilnehmer­innen geprägt und welche (Widerstands-)Strategien sie entwickelt haben. Der Workshop bietet eine Analyse­möglichkeit und eine Auseinander­setzung der eigenen Rassismuserfahrungen im Alltags- und Arbeitsleben.

In der Gruppe werden individuelle Strategien im gegenseitigen Austausch gestärkt und erweitert.

Ort: Halle (Saale)

Datum: 15. und 16. September 2018

jeweils 10.00 Uhr – 17.00 Uhr

Kosten: keine

Unterkunft und Verpflegung sind vorhanden, Übernahme der Fahrtkosten möglich. Bei Bedarf ist eine Kinderbetreuung ggf. möglich.

Frau mit KopftuchMethoden: klassische Methoden der politischen Bildungsarbeit sowie Biographie- & Theaterarbeit

Das Training richtet sich ausschließlich an Frauen* mit Rassismuserfahrungen, die aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer ethnischen und religiösen Zugehörigkeit, ihres Namens oder ihrer Sprache mit Rassismus konfrontiert sind.

Referentinnen:
Žaklina Mamutovič und Nastaran Tajeri-Foumani sind freiberuflich in der politischen Bildungsarbeit tätig und setzen sich in ihrer Arbeit mit rassismuskritischen und diversitätsbewussten Konzepten auseinander.

Anmeldungen und Rückfragen:
LAMSA e.V.
Frau Mary Lange
Große Ulrichstraße 25
06108 Halle (Saale)
mary.lange@lamsa.de
Tel.: 0345 – 517 202 88

Kosten: Der Workshop ist kostenlos, Unterkunft + Verpflegung vorhanden, Übernahme der Fahrtkosten möglich

Anmeldeschluss: Die Anmeldung bitte bis zum 20. August 2018 zusenden an entknoten@lamsa.de

Workshop-Flyer und Anmeldebogen als PDF zum Download