ENTKNOTEN – Beratungsstelle gegen Alltagsrassismus und Diskriminierung

ENTKNOTEN – Counseling center against everyday racism and discrimination

You can defend yourself against discrimination!

  • A flat is not rented out to you?
  • Your application hasn’t been considered?
  • Employees of the authorities didn’t treat you fair?
  • Are you treated with disrespect?
  • You aren’t served in shops/banks?

If you are not treated equally to others due to your ethnic background, your nationality or religion, this is called discrimination.

Discrimination is prohibited. You have certain rights and you can defend yourself.

We support you!

We listen to you. If you wish so, we can search for possible solutions together and assist you with all the steps it takes. We ….

  • do research
  • write complaints
  • accompany you
  • support you with taking legal action
  • make discrimination public

We offer you individual and confidential counseling that is free of charge. If you wish so it can be made anonymously. We work independently and don’t do anything without your consent. If there is the need for it we can pay travel costs and organize translations.

Here you can get some general information, get in contact with us and schedule a counseling session or you can report a case of discrimination.

Your ENTKNOTEN-Team

Stellenausschreibung: Antidiskriminierungsberater*in

Das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e. V. sucht ab sofort für sein Projekt „ENTKNOTEN – Beratungsstelle gegen Alltagsrassismus und Diskriminierung“ eine*n

Ukrainisch- und/oder russischsprachige Berater*in gegen Alltagsrassismus und Diskriminierung

Wenn Menschen aufgrund rassistischer, ethnischer oder religiöser Zuschreibungen schlechter behandelt werden, dann sagen wir: „Nein, wir wehren uns!“

ENTKNOTEN unterstützt durch persönliche, vertrauliche und kostenlose Beratung Betroffene von rassistischer Diskriminierung. Wir klären über ihre Rechte auf und gemeinsam mit den Betroffenen suchen wir nach Lösungen und unterstützen sie dabei.

Wenn Sie daran interessiert sind, aktiv gegen Diskriminierung und Rassismus einzutreten, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.

Das ist im Projekt zu tun:

  • Einzelfallberatung und Begleitung von Menschen mit dem Schwerpunkt auf rassistische Diskriminierungserfahrungen und dem Fokus für ukrainisch- und russischsprachige Menschen
  • Recherche und Aufbereitung von Informationen sowie Umsetzung von Veranstaltungen zum Themenfeld Rassismus und Diskriminierung
  • Eigenverantwortliche Fall- und Projektdokumentation sowie Unterstützung einer lebendigen Öffentlichkeitsarbeit
  • Regionale Gremien-/Netzwerkarbeit zum Themenbereich Antirassismus/-diskriminierung sowie Landes- und bundesweiter Austausch und Zusammenarbeit
  • Reisetätigkeit zu Beratungsterminen, Austauschtreffen und Veranstaltungen bei Migrant*innenorganisationen

Sie bekommen:

  • Eine motivierte, lernende und wachsende migrantische Interessensvertretung mit einem großen interkulturellen Team
  • Umfangreiche Einarbeitung, Begleitung und Qualifizierung im Projektteam
  • Eine zügige Weiterbildung und fachliche Qualifizierung beim Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd).
  • Projektübergreifende Möglichkeiten des beruflichen Engagements im LAMSA
  • Die Wahl Ihres Arbeitsortes: Wir sitzen in Halle (Saale), Magdeburg und Dessau-Roßlau
  • 40 Wochenarbeitsstunden und 30 Tage Urlaub
  • Bezahlung angelehnt an TVL-S11b
  • Einen befristeten Arbeitsvertrag bis 31.12.2022 mit Perspektive (Verlängerung ist angestrebt)

Was wir uns wünschen:

  • Ein abgeschlossenes Studium, gerne im sozial-, gesellschafts- und/oder rechtswissenschaftlichen Bereich
  • Ukrainisch- und/oder Russisch- Sprachkenntnisse auf mindestens Sprachniveau C1
  • Beratungskompetenz und -erfahrung
  • Diversitykompetenz, machtkritische Selbstreflexion, Diskriminierungssensibilität
  • Wissen und Erfahrung in den Themenfeldern: Empowerment, Ungleichheit, Rassismus, Critical Whiteness und Gleichstellungspolitik
  • sicherer Umgang mit MS-Office
  • Teamfähigkeit und Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten
  • psychische Belastbarkeit für dieses intensive Themenfeld

Wer ist LAMSA?

Das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e. V. wurde im Jahre 2008 gegründet und vertritt seither die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Menschen mit Migrationsgeschichte. Es versteht sich als deren Fürsprecher und steht gegenüber der Landesregierung, allen migrationspolitisch relevanten Verbänden, Institutionen und weiteren Migrantenorganisationen in anderen Bundesländern als Ansprechpartner zur Verfügung. Derzeit sind 110 Organisationen und Einzelpersonen im LAMSA vertreten.

Weitere Information über den Träger finden Sie hier: http://www.lamsa.de

Bewerbung

Ihre Bewerbungsunterlagen (ohne Lichtbild) senden Sie bitte mit dem Betreff „Stelle ENTKNOTEN“ ausschließlich per E-Mail an info@lamsa.de. Die maximale Größe aller Anlagen sollte 5 MB nicht überschreiten.

LAMSA möchte in seiner Mitarbeitendenstruktur möglichst vielfältige Erfahrungshintergründe und Perspektiven repräsentieren. Daher freuen wir uns besonders über Bewerbungen von Menschen mit Rassismuserfahrungen, eigener/familiärer Migrationsgeschichte, Menschen mit Behinderungen und/oder weiteren Vielfaltsmerkmalen.

Auch wenn Sie nicht alle Anforderungen erfüllen oder Berufs-/Wiedereinsteiger*in sind, freuen wir uns Sie kennenzulernen.

Zögern Sie nicht und melden Sie sich gerne bei uns.

Bei Nachfragen können Sie sich gern an info@lamsa.de wenden, wir melden uns zeitnah bei Ihnen zurück.

Wichtig: Mit der Einreichung Ihrer Bewerbung erklären Sie sich einverstanden, dass Ihre Bewerbungsunterlagen auf Datenträgern gespeichert und an die Vorstandsmitglieder weiter gegeben werden. Nach Beendigung des Auswahlverfahrens werden die Informationen gelöscht.

Rassistische Figuren im Erlebnistierpark Memleben: LAMSA fordert sofortige Entfernung rassistischer Darstellungen

PRESSEMITTEILUNG: Halle, Donnerstag, 20. Mai 2021

Mit großem Entsetzen hat das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V.  von der „Kongo-Bongo-Bahn“ des Erlebnistierparks Memleben erfahren. Der Park stellt hier Figuren aus, welche an rassistische Vorstellungen aus der Kolonialzeit erinnern. Die Schwarze Figur ist halbnackt, hat weit aufgerissene Augen, einen übergroßen Mund und steht neben einem Topf, in dem ein bekleideter weißer Forscher sitzt. Die Szene verdeutlicht den Exotismus des Betreibers, dass die Schwarze Person europäische Menschen kochen und essen würde. Schwarze Menschen werden somit als bedrohlich für weiße Menschen dargestellt. Beworben wird die Bahn des Familienparks mit dem Slogan “Reise durch das Land der Kannibalen”, womit antiquierte, koloniale Zuschreibungen den Kontinent Afrika und dessen Bewohner*innen rassistisch abwerten.

Der Betreiber des Freizeitparks nimmt aus Sicht des LAMSA e.V. in Kauf, dass diese Darstellungen bspw. für Schwarze Besucher*innen verletzend sein können und darüber hinaus rassistische Vorstellungen weiter verbreitet werden. Da der Park auch von Familien mit Kindern besucht wird, besteht die Gefahr, dass ihnen vermittelt wird, dass eine derartige rassistische Darstellung Schwarzer Menschen so vertretbar sei und diese als Objekte zur Belustigung dienten. Trotz entsprechender Kritik von Besucher*innen hält der Freizeitpark an der Bahn fest und sieht bisher keinen Handlungsbedarf.

„Das ist eine extrem erniedrigende Art von Alltagsrassismus“, kritisiert Mamad Mohamad, Geschäftsführer des LAMSA e.V. scharf: „wir fordern den Betreiber auf, die Figuren sofort zu entfernen.“

Auf einer Tafel steht zudem das Z-Wort, welches ebenso als rassistische Beleidigung für Rom*nja und Sint*izze verwendet wird, macht „ENTKNOTEN – Beratungsstelle gegen Alltagsrassismus und Diskriminierung“ aufmerksam. Auch dieses Wort müsse entfernt werden.  „Es kann nicht das Ziel des betreibenden Freizeitparks sein, den Familien mit Kindern solch offensichtlich rassistische Darstellungen als legitime Belustigungsform des 21. Jahrhunderts zu vermitteln und damit potenzielle Besucher*innen anzuwerben“, so das Beratungsteam weiter.

WIR SAGEN IHRE NAMEN – Aufruf zum Jahrestag von Hanau am 19.2.

Liebe Mitglieder, liebe Aktivist*innen, liebe Engagierte,

am 19. Februar 2021 jährt sich zum ersten Mal der rassistische Anschlag von Hanau.

Wir trauern und erinnern uns an Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.

Wir werden sie nicht vergessen. Wir sagen ihre Namen, um an sie zu erinnern.

Die Pandemie macht es schwer, uns auf der Straße zu treffen. Daher werden wir von LAMSA e.V. am 19.02.2021 um 21:30 Uhr einen Zoom-Raum öffnen. Ab 21:58 Uhr bis 22:10 Uhr werden wir die Namen der Ermordeten sagen. 12 Minuten lang – genau so lange dauerte der rechte Terroranschlag.

Meldet euch unter veranstaltung@lamsa.de an (dann bekommt ihr den Zoom-Zugangslink), schaltet euch rein und lasst uns gemeinsam an Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin erinnern.

Mehr Informationen zu der Aktion erfahren Sie hier: https://www.lamsa.de/aktuelles/news/aufruf-zum-jahrestag-von-hanau-am-192-wir-sagen-ihren-namen/

Wir sagen ihre Namen!